Rosa Linde - Liebe bekennt Farbe

Die Workshops des RosaLinde Leipzig e.V. bieten Schulklassen und anderen Gruppen einen geschützten Rahmen, um methodisch angeleitet über sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten ins Gespräch zu kommen.

In der Schule weiß noch niemand, dass Jonas schwul ist. Bisher hat er sich nicht getraut, in seiner Klasse davon zu erzählen, da er Angst vor den Reaktionen hat.

Nicht nur für Jonas, sondern für viele Jugendliche, die schwul, lesbisch, bi- oder asexuell, trans- oder intergeschlechtlich sind, kann die Schulzeit schwierig sein:
Häufig bekommen sie keine Informationen zu ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität im Unterricht.

Sie finden sich nicht in Schulbüchern oder in der Lektüre des Deutsch- und Sprachunterrichts wider.

„Schwul“ ist eines der beliebtesten Schimpfwörter, um andere abzuwerten – unabhängig von ihrer tatsächlichen sexuellen Orientierung.

Wenn Jugendliche sich outen, machen sie sich damit oft zur Zielscheibe für Ausgrenzung und Mobbing.

Lehrkräfte sind meist überfordert und wissen nicht, wie sie mit dem Thema umgehen sollen.

Dadurch wird ein Klima erzeugt, dass sich negativ auf die Entwicklung aller auswirkt.

Die Workshops des RosaLinde Leipzig e.V. bieten Schulklassen und anderen Gruppen einen geschützten Rahmen, um methodisch angeleitet über sexuelle Orientierungen und Geschlechtsidentitäten ins Gespräch zu kommen. Dabei thematisieren wir Vorurteile, wie sie häufig in unserer Gesellschaft existieren. Wir sprechen über Geschlechterrollen und deren Ausgestaltungsmöglichkeiten. Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Sensibilisierung für Diskriminierung.

Das besondere unseres Angebots besteht darin, dass Jonas und seine Klasse bei uns auf junge Ehrenamtliche treffen, die mehrheitlich selbst Coming-out-Erfahrungen gemacht haben. Gern beantworten sie Fragen zu ihrer eigenen Geschichte und erzählen z.B. von den Reaktionen ihrer Eltern, wie es ihnen in der Schule erging oder wie sie sich das erste Mal verliebt haben.

So können Vorurteile abgebaut und Empathie für unterschiedliche Lebenssituationen hergestellt werden. Jonas‘ Schulalltag ist nun um einiges leichter.