Erklärvideo zum Landesnaturschutzgesetz in NRW

Immer mehr land- und forstwirtschaftliche Flächen werden durch Auflagen in der Nutzung eingeschränkt.

Das ist die Familie Westhues mit den Eltern Frank und Claudia und den Kindern Lena und Torben….und natürlich…..Hund Hugo.

Bereits in der fünften Generation bewirtschaften sie einen Bauernhof im Einklang mit der Natur mitten in Nordrhein-Westfalen – und dies nachhaltig, damit auch die Kinder noch eines Tages davon leben können.

Es ist ein ganz normaler Bauernhof. Auf 98 Hektar Land und Wald, das entspricht ungefähr 137 Fußballplätzen, werden Dinkel, Weizen und Raps sowie Gerste angebaut. Hinzu kommt eine Mutterkuhherde mit 30 Kühen und Kälbern. Im Wald ernten sie immer nur so viel Holz, wie jedes Jahr neu zuwächst.

In guten Jahren erwirtschaften sie ein Bruttohaushaltseinkommen von 42.000 Euro. Fallen die Ernte oder die Preise weniger gut aus, sind es nur noch um die 30.000 Euro.

Obwohl der Stundenlohn der beiden bei unter 8 Euro pro Stunde liegt, lieben Frank und Claudia ihre Arbeit von, in und mit der Natur. Noch.

Denn Ihnen und den rund 34.000 anderen land- und forstwirtschaftlichen Höfen in NRW macht die Landesregierung aus Düsseldorf mit immer mehr Bürokratie und neuen Regelungen das Leben unnötig schwer.

Die neueste Idee von Umweltminister Remmel ist ein sogenanntes Landesnaturschutzgesetz. Es geht weit über die ohnehin strengen Regelungen aus Berlin und Brüssel hinaus.

Immer mehr land- und forstwirtschaftliche Flächen werden durch Auflagen in der Nutzung eingeschränkt.

Dort darf Frank sein Grünland trotz Winter- und Wildschäden im Frühjahr nicht wieder neu einsäen. Im Wald wird Frank auf diesen Flächen vorgegeben, welchen Baum er pflanzen und ernten darf. Und die Naturschutzvereinigungen wollen in Zukunft selbst entscheiden, ob die Familie Westhues einen neuen Stall bauen darf.

So wird es für die Westhues und andere Bauern zunehmend schwieriger ihr eigenes Land zu bewirtschaften oder aber neues Land hinzuzunehmen. Vorher sollen Naturschutzorganisationen aus der Großstadt nämlich ein Vorkaufsrecht erhalten.